Die Pfarrjugend St. Jakob war am vergangenen Samstag zu Besuch auf der Fazenda da Esperança auf dem Gut Bickenried bei Irsee.
Die Fazenda da Esperança ist ein besonderer Ort für Menschen, die Wege aus der Sucht finden möchten. Ein christliches Projekt unterstützt sie dabei ihre Abhängigkeiten zu bewältigen und durch gemeinsames Leben, Arbeit und Gebet wieder zurück in den Alltag zu finden.

Bei unserem Besuch haben wir die Gelegenheit bekommen einen Einblick in die Arbeit auf der Fazenda zu erhalten und Menschen kennenzulernen, die dort leben und arbeiten. Wir durften viele Fragen stellen und haben erfahren, wie das Projekt in Brasilien mit einer Gruppe junger Erwachsener, die einen Weg aus der Sucht finden wollten entstanden ist. Die Fazenda hat sich von ihrem Beginn im Jahr 1979 bis heute zu einem weltweiten Projekt mit 125 Höfen in 20 Ländern in Europa, Südamerika, Asien und Afrika entwickelt.

Die verschiedenen Höfe tragen sich durch Spenden, verkaufen eigene Produkte wie Honig, Bücher oder Rosenkränze und haben oft eigene Ställe mit Schafen, Schweinen und Hühnern.

Wir hatten außerdem die Möglichkeit das Zeugnis eines Bewohners zu hören. Er erzählte uns, wie das Projekt ihm einen Weg aus der Sucht gezeigt hat und wie ihm die Struktur aus Arbeit, Gemeinschaft und Gebet hilft seinen Alltag zu bewältigen.

Auf der Fazenda beginnt ein Tag immer mit dem Frühstück. Im Anschluss wird gemeinsam das Evangelium gelesen und ein „Wort des Tages“ herausgesucht, unter dessen Motto die Bewohner versuchen den Tag zu leben. Das gemeinsame Essen und das Arbeiten auf dem Hof sind wichtige Tagesbestandteile. Die Bewohner arbeiten zum Beispiel im Stall, im Hofcafé oder in der Küche.

Zum Abschluss hatten wir die Möglichkeit den Hof mit seinem Hofcafé, dem Hofladen, der Produkte von Fazendas auf der ganzen Welt anbietet, dem Stall, der Kapelle und seinem Wohnhaus zu besichtigen.

Antonia Mayr