Ostern
Eine Zeit der UMBRÜCHE

Unter dem Motto „Umbrüche“ hat die Pfarrjugend von St. Jakob auch in diesem Jahr nach dem Gründonnerstags-Gottesdienst die Ölbergstunde für die ganze Gemeinde gestaltet. Dieses Thema hat die Jugendlichen und jungen Erwachsenen bereits im Advent und jetzt auch in der Fastenzeit begleitet. Am Abend des Gründonnerstags wurde eingeladen, sich mit den Umbrüchen im eigenen Leben zu befassen. Umbrüche können vielfältig sein: ein Streit zwischen langjährigen Freunden, eine anstehende Prüfung oder der Tod eines lieben Menschen…. Symbolisch dafür standen Bruchsteine, die die Gemeinde auf die Stufen vor dem Altar und damit vor Gott ablegen konnte.
Ausgehend von der Bibelstelle „Jesus im Garten Getsemani“ und einer Installation auf
den Treppen wurde der Umbruch, der für Jesus und seine Jünger bevorsteht, verdeutlicht
und Parallelen zum heutigen Leben gezogen. Symbolisch dafür standen eine Waage (sich entscheiden müssen), ein Kissen (sich entziehen) und Schuhe (losgehen und sich der Situation stellen).
Mit einer Litanei der Umbrüche, Fürbittgebet und der musikalischen Gestaltung durch die Adhoc Combo ging es dann in die Nacht.

Im Anschluss hielt die Pfarrjugend, wie bereits in den letzten fünf Jahren, stellvertretend für die ganze Gemeinde, Nachtwache. Diese Zeit wurde mit Gebet, Stille, Schweigen und Gesang gestaltet, um uns mit all den Menschen zu solidarisieren, die das Gebet brauchen – in ihren eigenen Umbrüchen und den Umbrüchen dieser Welt.
Am Karfreitag der Jugend begaben sich die jungen Menschen auf eine Art Schnitzeljagd, die sie an unterschiedliche Orte in Friedberg führte. Der Schlossweiher, die Polizeistation und das Rathaus waren nur einige Stationen. Diese verschiedenen Orte symbolisierten verschiedene Stationen des Kreuzweges Jesu, die, angeregt durch Impulse, verbunden wurden durch intensive Gespräche zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Fragen wie „Wie hätte ich an Petrus Stelle gehandelt?“ oder „Wo bin ich solidarisch?“ boten gute Möglichkeiten, die biblische Botschaft mit dem eigenen Alltag in Verbindung zu bringen. Abgeschlossen wurde der Karfreitag durch eine kleine Andacht, die nochmal allen ins Gedächtnis rief, dass auch wir immer wieder in Umbruchssituationen stehen und unsere Wahl treffen müssen, jedoch begleitet von der Zusage Gottes: „In den Umbrüchen Deines Lebens gilt mein Versprechen: ICH BIN DA!“
